Die Bank will Belege — so stellst du sie zusammen
Ob Modernisierungskredit, Autofinanzierung oder Betriebsmittellinie: Am Ende steht immer ein Ordner voller Nachweise. Wer seine Rechnungen sortiert hat, ist an einem Nachmittag durch. Wer nicht, verhandelt drei Wochen mit dem eigenen Mail-Postfach.
Kurz gesagt: Banken wollen zwei Dinge sehen — dass Geld regelmäßig hereinkommt und dass es für den vereinbarten Zweck ausgegeben wurde. Das Erste zeigen Kontoauszüge und Einkommensnachweise, das Zweite zeigen Rechnungen. Beides lässt sich vorbereiten, bevor die Bank fragt.
Was typischerweise verlangt wird
Als Angestellter
- Gehaltsabrechnungen der letzten drei Monate
- Kontoauszüge, meist der letzten drei Monate
- Bestehende Kredit- und Leasingverträge
- Bei Verwendungszweck-Krediten: Kostenvoranschlag oder Rechnung
Als Selbstständiger oder Einzelunternehmer
- Einkommensteuerbescheide, in der Regel der letzten zwei bis drei Jahre
- Einnahmen-Überschuss-Rechnung oder Jahresabschluss
- Aktuelle betriebswirtschaftliche Auswertung
- Geschäftskontoauszüge
- Offene Posten: was ist gestellt, was ist noch nicht bezahlt
Die genaue Liste unterscheidet sich je nach Bank und Kreditart — frag früh danach, dann sammelst du einmal statt zweimal.
Der Verwendungsnachweis
Bei zweckgebundenen Krediten — Modernisierung, energetische Sanierung, Anschaffung einer Maschine — will der Kreditgeber sehen, dass das Geld dort gelandet ist, wo es hin sollte. Verlangt werden dann in der Regel:
- die Rechnung des ausführenden Betriebs, auf deinen Namen ausgestellt
- der Zahlungsnachweis, also der passende Kontoauszug
- bei Förderprogrammen zusätzlich die Bestätigung des Fachbetriebs
Entscheidend ist das Paar: Rechnung plus zugehörige Zahlung. Genau daran scheitern die meisten Nachweise — die Rechnung ist da, der Beleg über die Überweisung nicht.
Barzahlung ist der Klassiker. Wer eine Handwerkerrechnung bar begleicht, hat keinen Zahlungsnachweis. Für Förderungen und für die Steuer ist das oft das Aus — dort wird unbare Zahlung verlangt. Überweise, auch wenn es umständlicher ist.
Wie invoicetotal das abkürzt
- Rechnung und Zahlung landen zusammen. Du importierst deinen Kontoauszug als CAMT- oder MT940-Datei; invoicetotal ordnet die Zahlungen den Rechnungen zu. Was eindeutig ist, läuft automatisch, den Rest bestätigst du per Klick.
- Zeitraum wählen, Stapel bekommen. Für die Bank brauchst du selten alles, sondern einen Zeitraum oder einen Lieferanten. Beides ist ein Filter, kein Suchabend.
- Offene Posten auf einen Blick. Was ist gestellt und noch nicht bezahlt? Für das Bankgespräch als Selbstständiger ist das die Zahl, nach der gefragt wird.
- Nachweisbar unverändert. Jeder Beleg ist kryptografisch verkettet. Du kannst zeigen, dass die Unterlagen seit dem Empfang nicht angefasst wurden.
Häufige Fragen
Reichen der Bank Scans und PDFs?
In aller Regel ja, viele Banken laden Unterlagen ohnehin nur noch digital hoch. Verlangt wird meist Lesbarkeit und Vollständigkeit, nicht Papier.
Ich bin Einzelunternehmer — brauche ich dafür eine Buchhaltungssoftware?
Nein. Für Rechnungen sammeln, Zahlungen zuordnen und Unterlagen zusammenstellen reicht invoicetotal, und das ist bis 50.000 € Umsatz im Jahr kostenlos. Die Steuererklärung selbst macht weiterhin dein Steuerberater oder du.
Muss ich meine Kontodaten bei invoicetotal hinterlegen?
Nein. Der Abgleich läuft über die Auszugsdatei, die du bei deiner Bank herunterlädst. Wir haben keinen Zugriff auf dein Konto und wollen keinen.
Unterlagen, die schon fertig sind, wenn gefragt wird
invoicetotal sammelt Rechnungen und Zahlungen an einem Ort — auf deinem Rechner, nicht in fremder Cloud.
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Dieser Ratgeber gibt allgemeine Hinweise und ist keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung.