Belege scannen, ohne sie in eine fremde Cloud zu laden
Die meisten Scanner-Apps machen dasselbe: Sie fotografieren den Beleg, schicken ihn zur Texterkennung auf einen Server und zählen mit, wie viele Seiten du schon verbraucht hast. Beides muss nicht sein.
Kurz gesagt: Moderne Handys können Text selbst erkennen — Android über ML Kit, iPhones über die Vision-Engine, die auch in der Notizen-App steckt. Das läuft offline, kostet nichts und ist schnell. invoicetotal nutzt genau das: Der Beleg wird auf dem Gerät gescannt und gelesen, und du entscheidest, was danach damit passiert.
Warum Cloud-Scannen ein Problem ist
- Auf dem Beleg steht mehr, als du denkst. Anschrift, Bankverbindung, Steuernummer, gekaufte Waren, manchmal Gesundheitsdaten. Eine Rechnung ist ein Persönlichkeitsprofil in Papierform.
- Du weißt nicht, wo der Server steht. Viele Scan-Apps verarbeiten außerhalb der EU. Für Unternehmen wird daraus eine Auftragsverarbeitung mit Dokumentationspflichten — für Private schlicht ein Kontrollverlust.
- Künstliche Knappheit. Seitenkontingente gibt es nicht, weil Scannen teuer wäre, sondern weil sie den Wechsel ins Abo erzwingen. Ein Schuhkarton, der ab dem siebten Beleg „Bitte upgraden" sagt, ist kein Schuhkarton.
Wie es auf dem Gerät funktioniert
- Aufnehmen Die App nutzt den Dokumentenscanner des Betriebssystems: Kanten werden automatisch erkannt, die Perspektive geradegezogen, Schatten entfernt. Das ist dieselbe Qualität, die du aus der Notizen-App kennst.
- Lesen Die Texterkennung läuft im Gerät und liefert den Rohtext des Belegs.
- Zuordnen Aus dem Rohtext holt invoicetotal die typischen Felder heraus: Rechnungsnummer, Datum, Bruttobetrag, IBAN, Umsatzsteuer-Identifikationsnummer — Letztere inklusive Prüfziffer, damit ein Lesefehler auffällt.
- Prüfen und übernehmen Was erkannt wurde, ist Vorbefüllung, nie Wahrheit. Du siehst das Original neben den Feldern und bestätigst. Das Original bleibt unverändert liegen.
Wo die Grenze verläuft — ehrlich
Erkennung auf dem Gerät liest die Kopfdaten zuverlässig. Was sie nicht kann: einzelne Rechnungspositionen sauber aus komplexen Tabellen ziehen, Layouts verstehen oder dir pro Feld einen Sicherheitswert geben. Dafür gibt es die Cloud-Erkennung, die bei uns in der EU läuft und pro Seite abgerechnet wird — im Betrieb-Tarif mit 100 Seiten im Jahr inklusive.
Der Unterschied zwischen kostenlos und bezahlt ist damit Mehrwert, nicht Beschneidung: Das Scannen selbst bleibt unbegrenzt frei, weil es uns nichts kostet.
Wichtig für die Aufbewahrung: Ein gescannter Beleg ist bei uns kein Foto in der Galerie. Er läuft durch dieselbe Kette wie eine E-Rechnung — Original-Erhalt und kryptografische Verkettung inklusive. Die Integrität ist immer kostenlos; sie steht nie hinter einer Bezahlschranke.
Häufige Fragen
Funktioniert das auch offline?
Scannen und Erkennen ja — beides braucht kein Netz. Wenn du den Beleg an deinen Rechner oder in dein Konto übertragen willst, braucht dieser Schritt eine Verbindung; bis dahin wartet er in einer Warteschlange auf dem Gerät.
Gibt es ein Limit für Scans?
Nein. Kein Monatslimit, kein Seitenkontingent, keine Aufforderung zum Upgrade mitten im Beleg. Bezahlt wird nur die optionale Cloud-Erkennung.
Kann ich Rechnungen aus anderen Apps übernehmen?
Ja. Die App meldet sich beim Teilen-Menü des Systems an: Rechnung im Mail-Programm oder im Browser öffnen, „Teilen" wählen, invoicetotal auswählen — fertig.
Brauche ich ein Konto?
Für die App ja: Sie muss wissen, zu welchem Archiv der Beleg gehört, und wird dafür einmalig mit deiner Installation gekoppelt. Ein Abo ist damit nicht verbunden.
Der Schuhkarton, der keine Belege abweist
Scannen, erkennen, aufbewahren — unbegrenzt und kostenlos, mit Erkennung direkt auf deinem Gerät.
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Dieser Ratgeber erklärt technische Zusammenhänge und ist keine Rechts- oder Steuerberatung.